Mir ist da ein Text zugelaufen, der hier ganz gut hinpasst, den ich veröffentlichen darf und den ich teilen möchte. Vielleicht findet ja irgendetwas darin Anklang in euch …

Geschrieben für: Menschen, die die Veränderungswelle surfen wollen und Inspiration suchen, um souverän auf Stress zu reagieren ohne ihre Werte zu verletzen.

„Wenn ich merke, dass ich Gedanken habe, die schmerzen oder die wütend machen und die einfach nicht förderlich sind für das, was ich doch noch mit dir erleben möchte – dann gebe ich mich ihnen nicht ohnmächtig hin, sondern suche nach etwas anderem, das ich denken kann. Solange, bis ich es gefunden habe. Denn eine Reaktion, welche die Popkultur im Radio besingt, die wäre zu einfach, sie würde uns nicht gerecht werden. So war ich nie und so will ich nicht sein. Wir schreiben unsere Lieder einfach selber!

Wenn alles zu schnell geht, wenn sich alles in mir dreht, wenn es zu laut ist in meinem Kopf, wenn ich nichts mehr fassen kann und wenn die Angst in Panik umzuschlagen droht, wenn ich schon wieder denke, ich schaffe es nicht, wenn Meer als alles und die Berge nicht verfügbar sind, dann gehe ich in den dunklen Wald und lasse meine Seele Halt, meine Lungen Luft und meine Intuition die Lösung finden. Der gute Waldgeist hat sie mir dann vorhin zugerufen und mir einen kurzzeitig verlorenen Schlüssel wieder in die Hand gedrückt!

Wenn du mir etwas wegnehmen musst, um es jemand anderem geben zu können, muss ich dir dann etwas anderes wegnehmen, damit ich einen Ausgleich habe? Nein, das muss ich nicht. Ich kann mir einfach erlauben, dir weiterhin Gutes zu tun. Wenn du es nicht kannst, wird mir das Leben an anderer Stelle einen Ausgleich geben. Keep calm …

Wenn sich Prioritäten zu meinen Ungunsten verschieben, wenn sich liebgewonnene Gewohnheiten verändern, weil das Leben Bewegung und Bewegung permanente Veränderung ist, muss ich dich dann vor hochgezogene Wände laufen lassen, um mein Gesicht nicht zu verlieren? Nein, das muss ich nicht. Ich kann mir einfach erlauben, weiterhin für dich da zu sein, dich mich weiterhin sehen und dich wissen zu lassen, wie wichtig du mir bist, auch wenn deine Aufmerksamkeit nicht bei mir ist.

Wenn du mir sagst, wie hoch mein Anteil daran sei, dass du heute sein kannst, wer du bist, muss ich dann nicht auf meiner Belohnung bestehen? Nein, das muss ich nicht. Ich kann mich einfach daran erinnern, dass auch ich nur bin, wer ich bin, weil unsere gemeinsame Geschichte mich dazu gemacht hat. Wir haben beide so viel von- und miteinander gelernt, wir lernen gerade mehr und schneller denn je, und ich bin zutiefst dankbar dafür! Wir wissen nicht, wo es uns jeweils hinführt, und das ist ganz schön spannend!

Und wenn ich denke, die Früchte meiner Taten, die erntet nun jemand anderes, dann fällt mir ein, dass auch du in mir Dinge bewegt hast, von denen andere Menschen profitieren. Ich werde bestimmt nicht verhungern.

Wenn ich nun also denke, dass du mein Geschenk nicht ernst nimmst und mit Füßen trittst, dann mache ich mein Handy aus, um dir nicht alles, alles was wir aufgebaut haben, mit viel Radau aus Angst vor selbige zu werfen. Solange, bis ich denke, dass ich es riskieren kann, wieder den Blick zu heben. Und plötzlich muss ich lachen, über mich selbst. Plötzlich überträgt sich die Wärme deiner Worte in mein Herz und die Verkrampfung – und der dem Stress geschuldete Bullshit in meinem Hirn! – löst sich.

Ja, die Angst ist gewaltig, der Schmerz ist real, er ist gleichermaßen atemberaubend und in seinem noch nie gespürten Ausmaß faszinierend. Ja, du kennst die Gründe und bitte, bitte, du weißt, dass sie nichts mit dir zu tun haben: ein Auslöser, oh, so ein wichtiger Auslöser, er ist selten eine Ursache. Ja, ich muss durch Angst und Schmerz durchgehen, wenn ich diesen Weg fortführen will, doch ich habe recht früh im Leben damit angefangen, mir hier die Abkürzung zu erlauben: Ich muss mir nicht monatelang beweisen, dass ich leidensfähig bin; ich stoppe Angst und Schmerz durch die Veränderung meiner Gedanken. Wie gesagt, diesmal fand ich die Abkürzung im Wald.

Wir haben uns binnen eines Wimpernschlags erkannt. Unsere Werte haben uns zueinander geführt in einer Welt, in der der einzige Wert ganz besonders oft den Namen unseres Kontinents trägt. Großzügigkeit, Mitgefühl, Offenheit, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft, das sind die Meinen und ich werde sie nicht mit Füßen treten dadurch, dass ich eine Bedingung an sie knüpfe, an dich knüpfe. Ich kann mich immer entscheiden, wie ich reagieren will. Flucht oder Kampf kommen hier nicht in Frage. Ich mache sie einfach, all diese Dinge, von denen die Leute sagen, dass sie jetzt nicht mehr gehen können, dass das doch nicht auszuhalten sein könne, und lebe meine Werte mit dir weiter. Dass ich mich doch schützen müsse, sagen sie. Dass ich unverletzlich bin obwohl ich den Schmerz kenne, antworte ich. Den einzig wahren Schutz, den trage ich in mir. Es ist mein Selbst. Es ist meine Eigenverantwortung. Richtig und falsch, gut und böse, in diesen Kategorien denke ich schon lange nicht mehr, zumindest nicht sehr oft und schon gar nicht über dich! Und der verlorene Schlüssel, den mir der Waldgeist wiedergab, das ist die Neugier.

Ich bin neugierig darauf, wohin der Weg, den ich angeblich nicht gehen kann, führt. Neugierig, was hinter dem Berg liegt. Ich bin neugierig, wo ich lande, wenn ich loslasse ohne dich fallen zu lassen. Neugierig, was noch auf dich wartet! Dankbar, dass du dich in einer speziellen Hinsicht bereit gezeigt hast, meine Neugier – die du doch so gut kennst! – zu stillen; eine weitere „Unmöglichkeit“, die sich schon jetzt so normal für mich anfühlt, dass ich laut darüber und über uns lachen muss, das können wir doch echt keinem erzählen, das glaubt uns doch niemand! Ich bin neugierig, wie die Welt aussieht, wenn ich die Angst und den Schmerz überwunden habe – gib mir bitte noch ein paar Minuten, in denen wir zusammen draufschauen, zusammen reinfühlen, zusammen Waldluft atmen, zusammen lachen, zusammen vertrauen, dass wir schaffen, was eventuell so noch niemand geschafft hat. Ich bin neugierig, in was wir uns verwandeln werden, wenn sich das unbekannte, unerprobte Neue vollends zeigt – das Alte ist bereits Vergangenheit. Hab bitte keine Angst!

Wenn du glücklich bist, werde ich mich mit dir freuen.
Wenn du gesund wirst, werde ich Erleichterung verspüren.
Wenn du endlich, endlich in Sicherheit bist, werde ich mich entspannen können.
Diese meine Arbeit ist getan. Hilfst du mir ein bisschen, wenn ich die zukünftige aufnehme?

Wir können diese Flamme weitergeben – an viele andere Menschen.
Nur, weil ein neuer Wind weht, wird die unsere nicht verlöschen.

All dies ist meine Botschaft, nicht nur für dich, du wunderschöne Seele.
Dies ist, was ich der Welt zu geben habe. Dies ist mein Talent.“

Bild von Miss_Orphelia auf Pixabay